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16. Nacht der Galerien und Museen

Hotspots im Sakralen Raum

Eine besondere Gelegenheit, die Bonifatiuskirche in einem anderen Licht zu sehen, bot sich am Samstagabend (17.4.16). Im Rahmen der „kurzen Nacht der Galerien und Museen“ wurde die Kirche, insbesondere der Chorraum, in wechselnden Farben beleuchtet. So sollten "Hotspots im sakralen Raum" entstehen, welche die Besucher der nächtlichen Veranstaltung neu entdecken konnten. Realisiert wurde die Installation durch ein Team aus Freiwilligen und Hauptamtlichen aus der Pfarrei und der Initiative "Kirche und Kultur".

Beleuchtete Decke im Chorraum

Um beispielsweise die Deckenkonstruktion bei Licht und Musik betrachten zu können, wurden für die Besucher im Chorraum zusätzlich einige Feldbetten aufgestellt.

Blick auf den hinteren Altar, die Kreuzigungsgruppe und den Chorraum, in dem vier Feldbetten aufgestellt sind.

Weitere „Hotspots“ waren neben dem im Kerzenlicht erstrahlenden Taufbecken und dem Tabernakel, besonders die Kreuzigungsgruppe im Chorraum, sowie der hintere Altar.

Kreuzigungsgruppe und blaue Lichtspots von Hinten

Der hintere Altar im Chorraum, Marinedarstellung im Kerzenschein

Die verschiedenen farblichen Stimmungen wurden alle 7 Minuten gewechselt. Technisch realisiert hat dies der Veranstaltungstechniker Leon Schwerdt, der auch in der Jugendkirche Kana und beim Staatstheater Wiesbaden als Lichttechniker aktiv ist.

Blick über die Schulter des Veranstaltungstechnikers mit Computerbildschirmen im Vordergrund und dem Chorraum im Hintergrund

Kreuzigungsgruppe, aufgenommen vom Fuße her.

Zudem hat das Team der Veranstalter auch die anderen Teile der Kirche in Kerzenlicht getaucht. Vom geöffneten Hauptportal bis zum Altar säumten Kerzen den Mittelgang und leiteten so hin zum Zentrum der Kirche. Doch auch die Seitenaltäre und die Pieta im Eingangsbereich erstrahlten im natürlichen Kerzenlicht und waren so weitere Lichtflecken im dunklen Kirchenraum.

Blick vom Altar zum Hauptportal

Technisches

Aufgenommen wurden die Bilder mit langer Belichtung (30s) und überwiegend ISO 100 mit einer Canon EOS 60D. Als Objektiv kam ein Sigma „contemporary“ (17-70mm, Herstellerlink) zum Einsatz, bei welchem die Bildstabilisierung deaktiviert war, um mit einem Stativ Langzeitaufnahmen mit maximaler Schärfe zu produzieren. Die Blende war bei allen Bildern auf „10“ eingestellt, was eine hohe Tiefenschärfe sicherstellt. Auch die sternförmigen Lichtstrahlen an den Kerzen entstehen bei dieser weiten Blendenöffnung. Nachbearbeitet wurden alle Bilder in Adobe Lightroom. Besondere Schwierigkeiten sind hier der hohe Kontrast zwischen extrem hell und dunkel. Meist habe ich die Lichter reduziert, teilweise auch einzelne Farbtöne. Solch umfangreiche Nacharbeit ist aber nur möglich, wenn man die Bilder im Rohdatenformat (Bei Canon sind das die .cr2-Dateien) vorliegen hat.

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